Donnerstag, 25. August 2011

Schottland Rundreise 2011 - 2. Tag

Tag 2 - 02.08.2011 - Oban - Port Appin - Glencoe - Gualachulain (99km)


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Google Maps: Oban - Port Appin - Glencoe - Gualachulain


Nach einem sehr leckeren und reichhaltigen "Scottish Breakfast" ging die Reise auf der A85 weiter. In Connel bogen wir auf die A828 weiter Richtung Norden ab und überquerten den westlichen Teil des Loch Etive. Wir fuhren am Loch Creran vorbei und entschieden uns in Appin die Hauptstraße Richtung Port Appin zu verlassen. Auf halbem Weg liegt das Castle Stalker (http://www.castlestalker.com/) und das Naturschutzgebiet um die Paradise Bridge. Das Auto parkten wir an einem kleinen Parkplatz in der Nähe des Naturschutzgebietes und starteten unseren Spaziergang Richtung Brücke. Nach kurzen Weg konnten wir schnell Castle Stalker inmitten des Meeres und vor den Mountains of Morvern sehen. Als wir ankamen setzte gerade Ebbe ein, aber das Castle war noch vollständig von Wasser umgeben und wir konnten verschiedene Wasservögel beobachten.






Die Paradise Bridge überbrückt einen Seitenarm des Loch Linnhe und ist Teil eines schönen Rundwanderweges.


Nachdem die Ebbe vollständig eingesetzt hatte, haben wir auch Nessie wiedergefunden ;-)


Die Landschaft um das Castle hat sich durch die Ebbe vollständig geändert und nun wäre es sogar möglich zum Castle hinüberzulaufen.



Nachdem Nessie wieder brav im Auto saß, konnten wir unsere Fahrt Richtung Port Appin fortsetzen... Nach kurzer Zeit erreichten wir den kleinen Hafen, von dem eine Fähre zur Insel Lismore ablegt. Dabei handelt es sich um eine reine Personenfähre, d.h. es können von hier keine Autos mit auf die Insel genommen werden, dafür soll der Fährpreis deutlich günstiger als von Oban sein. Zu erwähnen wäre noch das wirklich pittoreske kleine Fischrestaurant mit Blick über die Bucht. Leider haben wir es nicht getestet, da die Weiterfahrt Richtung Glencoe vor uns lag.



  
Port Appin ist eine Sackgasse und wir fuhren den bekannten Weg zurück zur A282 am Loch Linnhe entlang. Wir erreichten Glencoe nach etwa 30 Minuten und suchten ein nettes B&B für die kommende Nacht. Zu empfehlen ist der Lorn Drive (Google Street View: Lorn Drive), in dem viele B&Bs aneinander gereiht sind und man einen schnellen Überblick über die Verfügbarkeit bekommt. Jedoch hatten wir diesmal kein Glück, auch unser Lieblings B&B war bis Mitte August komplett ausgebucht :-( Zum Glück hatten wir in Aberdeen noch schnell ein Zelt, Isomatten und Schlafsäcke erstanden. So stand einer romantischen Campingübernachtung nichts im Wege... außer das schottische Wetter vielleicht ;-) 


Als National Trust for Scotland Member stand natürlich auch das Glencoe Visitor Centre (Google Street View: Visitor Centre) auf der Besuchsliste. 




Mitten zwischen den atemberaubenden Bergen kann man hier viel über die Natur, ihre Tiere und vor allem die vorhandenen Wanderwege erfahren. Außerdem gibt es ein kleines Cafe und einen Souvenir-Shop. Auf dem Gelände selbst kann man kleinere Spaziergänge unternehmen, was wir gerne annahmen,da wir bereits längere Zeit im Auto gesessen hatten.





Weiter ging es Richtung Etive Mòr, einer wunderschönen Bergkette in dieser Gegend, aber zuvor passiert man das atemberaubende Tal Glen Coe (Wikipedia: Glen Coe).




Buachaille Etive Mòr(gälisch) ist ein sehr beliebtes Foto-Motiv, sowohl für Touristen, als auch für einheimische Fotografen und heißt übersetzt "Der große Hirte von Etive". Zum Glück gibt es in diesem Bereich keinerlei Parkplatzprobleme. Wo es schön ist, haben die Schotten an einen Parkplatz gedacht. Sowieso könnte man in diesem Land meinen, dass die Devise gilt: "Ist kein Parkplatz vorhanden, ist es auch nicht sehenswert", denn am kleinsten Wasserfall, am abgelegensten Aussichtspunkt oder unscheinbarsten Flusslauf gibt es ausreichend Möglichkeiten sein Auto abzustellen und die Gegend per Fuß zu erkunden. Danke Schottland für diesen Komfort! :-) 






Wir stellten unser Auto direkt unterhalb des Berges Stob Dearg (1022 Meter) ab und packten unsere Fotoausrüstung und machten uns auf, die geplanten Fotos zu schießen... auch hier, durfte Nessie natürlich nicht fehlen :-)






Obwohl es Hauptreisezeit war (d.h. Schottland hatte auch Sommerferien) und dies zu einen der Hauptattraktionen dieser Gegend gehört, kann von Menschenmassen nicht die Rede sein. Dies gilt nicht nur hier, auch an anderen Stellen ist es angenehm ruhig und man hat genug Raum für seinen "eigenen individuellen Urlaub". Der Nachmittag rückte näher und wir entschieden uns dazu,langsam nach einem Zeltplatz Ausschau zu halten. Aus dem Internet hatten wir den Tipp, dass die Straße Richtung Gualachulain ruhig und sehenswert sein soll. 


Ein Zeltplatz inkl. Feuerstelle und Parkplatz (OK, es war ein Passing Place) war schnell gefunden und Dank Nessie war das Zelt auch schnell aufgebaut. Was die Midges leider nicht davon abhielt, kräftig zu zubeißen... es soll Leute in meinem Umfeld geben, die alleine an einem Arm etwa 50 Bisse zählen konnten. Und JA, wir hatten an Mückenspray gedacht :-( Das Zelt jedoch war Midges sicher :-)




Nachdem unser kleines Hotel stand, stiegen wir wieder in unser Auto und fuhren die Sackgasse entlang (ca. 10km) bis nach Gualachulain  am östlichen Ufer des Loch Etive. Wir haben selten eine landschaftlich so abwechslungsreiche Strecke erlebt. Vor allem der Flusslauf des Etive hat uns den Atem geraubt...




Der Bachlauf wechselt seine Struktur von einem ruhigen, flachen Bachbett mit groben Geröll bis zu wilden Wasserfällen und von tiefen Schluchten bis zu einem breiten Loch. Wirklich sehenswert...







Am Ende der Sackgasse angelangt, befindet man sich im Forrest Etive, direkt am Loch Etive, welches wir am Morgen bereits auf der anderen Seite überquert hatten.


Anschließend machten wir uns auf den Weg zurück zum Zelt, aber leider hatte sich das Midges-Problem noch nicht gelöst und wir entschieden uns einen kleinen Abstecher in das 2km entfernte Ski-Resort zu machen. Leider ist um 17 Uhr bereits alles geschlossen :-( Die Wettervorhersage prophezeite jedoch einen tollen morgigen Tag und so beschlossen wir, den Sessellift am nächsten morgen in Angriff zu nehmen... Das Abendbrot (Brot, Chips (Crisps), Kekse, Cola) wurde im Auto serviert und danach gings ab ins Zelt :-)

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