Sonntag, 11. Januar 2015

Schottland Rundreise 2013 - Tag 12

Armadale - Mallaig - Glenfinnan - Glencoe - Glasgow (252 km)


Was für ein wunderschöner Morgen! Die Sonne lachte, als hätte es den gestrigen Tag und den Regen niemals gegeben... Das Frühstück ließen wir heute morgen ausfallen und fuhren direkt die paar Meter zum Fährhafen, um dort die Fähre nach Mallaig zu nehmen. Hiermit würden wir unser letztes Ticket unserer Hopscotch-Tour (Caledonian MacBrayne) einlösen.



Das letzte Mal für dieses Jahr stellten wir unseren Wagen brav in die Schlange, um nachher möglichst schnell auf die Fähre zu gelangen.


Die Überfahrt war kurz, ruhig und pünktlich erreichten wir das schottische Festland. Von Mallaig kann man nur in südliche Richtung fahren und so folgten wir der A830 oder besser bekannt als "Road to the Isles" (Website) bis nach Arisaig und von hier nimmt die Straße einen östlichen Verlauf und passiert direkt das Glenfinnan Monument am Loch Shiel. Der Tag war noch jung und das Wetter traumhaft, daher legten wir hier einen kurzen Stop ein und stiegen die paar Meter hinter der Besucherinformation hinauf auf den Aussichtspunkt.


Von hier hat man einen traumhaften Blick über Loch Shiel (Wikipedia) und dem Glenfinnan Monument (Wikipedia) und auf der anderen Seite liegt das durch die Harry Potter Filme bekannt gewordene Glenfinnan Viaduct (Wikipedia).




Weiter ging die Reise nach Fort William und von dort nach Glencoe. In Fort William ist nichts, was einen längeren Aufenthalt lohnen würde, es sei denn, man möchte mal auf den Ben Nevis (Wikipedia) wandern oder die Ben Nevis Destillery (Wikipedia, Homepage) besuchen. Wir halten hier meistens nur, um zu übernachten und am nächsten Tag weiter zu reisen und vor allem um im großen Morrison und Lidl Lebensmittel für die Reise einzukaufen.

In Glencoe hielten wir am Visitor Center des National Trust for Scotland (Homepage) und gönnten uns einen kleinen Snack auf der Besucherterrasse. Von hier hat man einen schönen Blick über das Tal Glen Coe und seinen beindruckenden Bergen. Nicht umsonst wurden hier Szenen des James Bond Streifens Skyfall gedreht.



Nachdem wir noch sehr viel Zeit hatten, bis wir in unser Hotel in Glasgow einchecken konnten, machten wir einen kleinen Abstecher am Glen Etive entlang bis fast zum Loch Etive in Gualachulain. Hier hatten wir in unserem letzten Schottland Urlaub 2011 traumhaft gezeltet.


Von hier fuhren wir jetzt auf direktem Wege über die A82 bis nach Glasgow und zogen für zwei Nächte in das Premier Inn. Nachdem wir uns kurz ausgeruht hatten, wurde die Geldbörse gepackt und die Fußgängerzone unsicher gemacht. Es gibt kaum eine Stadt in Großbritannien in der man so gut einkaufen kann, wie in Glasgow.


Nach getaner Arbeit kehrten wir zufällig in die Whisky Bar The Pot Still (TripAdvisor) ein. Hier gibt es alles, was das Whisky Herz höher schlagen lässt. Mittlerweile ist die Bar kein Geheimtip mehr, es verirren sich auch immer mehr Prominente her. Whisky wird großzügig eingeschenkt und mit viel Geduld beraten. Beliebt und schnell ausgebucht sind die Whiskytastings.






Samstag, 10. Januar 2015

Schottland Rundreise 2013 - Tag 11

Staffin - Portree - Neist Point - Armadale (182 km)



Guten Morgen Staffin! Etwas müde und mit Muskelkater krochen wir aus unserem Zelt und tappten Richtung Waschraum. Diese sind auf dem Campingplatz nicht sehr groß, aber sauber und hell. Bei uns waren nur sehr wenige Leute mit Zelten auf der Campsite und daher hatten wir das Bad praktisch für uns. Nur ein anderes deutsches Pärchen hatte sich hier mit einem Zelt her verirrt.



Die Wettervorhersage beschwor Regen herauf, trotzdem wollten wir heute Richtung Neist Point (TripAdvisor) aufbrechen. Der westlichste Punkt der Isle of Skye ist ein faszinierender Ort, an dem man bei guten Wetter nach Uist hinüberblicken kann. Jedoch sollten zuerst Postkarten gekauft, geschrieben und verschickt werden! Dafür fuhren wir die A855 nach Portree und erledigten alles und gönnten uns noch ein kleines Frühstück.

Langsam setzte der Regen ein, als wir von Portree auf der B885 Richtung Bracadale unterwegs waren und wurde immer stärker je mehr wir Richtung Norden auf der A863 kamen. Vielleicht würde der Regen bald aufhören... daher kehrten wir zunächst in dem kleinen Tearoom "Ceiteag's" (Tripadvisor) in Glendale ein und genossen den leckeren, selbst gemachten Kuchen. Die Einrichtung mit ihren unterschiedlichen Stühlen und Tischen verleiht dem Raum eine ganz eigene Atmosphäre.




Vom Kuchen haben wir leider kein Bild gemacht, den hatten wir zu schnell gegessen, um ihn ablichten zu können ;-)

Nach etwa einer Stunde war das Wetter etwas besser geworden, trotzdem hing der Nebel tief über den Bergen und der Küste. Wir machten uns weiter auf den Weg Richtung Neist Point. Von hier dauert die Fahrt nicht mehr lange und man erreicht den meist gut besuchten Parkplatz. Leider war die Sicht mangelhaft und wir verzichteten auf einen Spaziergang hinunter zum Leuchtturm, da wir hier letztes Jahr mit einem grandiosen Sonnentag verwöhnt worden waren und die Highlights bereits kannten.


Es war bereits Nachmittag geworden und morgen sollte unsere Fähre früh morgens von Armadale ablegen. Daher traten wir den Rückweg an und fuhren zurück über die B884 und A863 Richtung Sconser und von dort auf der A87 nach Broadford.





Das Wetter wurde langsam besser, ließ jedoch kein gemütliches campen zu und daher entschieden wir uns für heute Nacht ein Dach über den Kopf zu suchen, das möglichst nah am Fährhafen Armadale liegt. Unsere Wahl fiel auf das Flora MacDonald Hostel (VisitScotland), da es neben großen Zimmern, auch kleinere private Räume bietet. Wir riefen dort an und erfuhren, dass es keine kleinen Zimmer mehr gab, wir aber alleine den 10 Personen Schlafsaal nutzen dürfen. Das Hostel liegt etwa 2 Meilen oberhalb der Hauptstraße A851 vor Armadale. Genutzt wird es meist von Trampern, neben einem australischen Pärchen und ein paar Studenten war nichts los. Es wurde ein gemütlicher unterhaltsamer Abend. In einer kleinen Ecke des Hauses gibt es WLAN, hier versammelt man sich wie früher ums Lagerfeuer :)

Schottland Rundreise 2013 - Tag 10

Balranald - Lochmaddy - Uig (Isle of Skye) - Quiraing - Staffin (95 km)



Goodbye North Uist, Welcome Skye! Am frühen Morgen packten wir unsere sieben Sachen und verabschiedeten uns schweren Herzens von Effie und ihrem Mann und zogen weiter Richtung Fährhafen  Lochmaddy, um von hier die Fähre nach Uig zu nehmen.

Etwa zwei Stunden dauerte die Überfahrt bis nach Skye und das Wetter sah recht vielversprechend aus. Kurzzeitig wurde die Fahrt sogar von einer Gruppe Walen begleitet!




 In Uig angekommen, stoppten wir zuerst an der dort ansässigen Töpferei "Uig Pottery" (Homepage), die direkt am Fährhafen ihren Laden hat und erstanden einen "Flowerstone" (Bild). Nachdem das Shopping-Bedürfnis hiermit erstmal gestillt war, konnte die Reise weiter in die wunderschöne Natur gehen. Das Wetter wurde von Minute zu Minute besser und so nahmen wir nicht die gut ausgebaute A855, sondern die kleinere Straße direkt von Uig Richtung Trotternish, die weiter nach Staffin führt.

Am Quiraing (Wikipedia) angekommen, parkten wir unser Auto direkt gegenüber des Einstiegs des berühmten Wanderweges. Dieser ist vor allem bei gutem Wetter durch die zahlreichen Autos nicht zu verfehlen.



Am Beginn steht eine große Übersicht, über die verschiedene Formationen und deren Namen des Trotternish. Der Weg auf dem Quiraing führt unterhalb des höchsten Kammes des Trotternish entlang und führt Richtung Staffin und bietet daher einen tollen Blick über Staffin Bay.




Bei schönem Wetter gleicht der Wanderweg eher einem Touristen-Highway, trotzdem lohnt es sich hier eine Wanderung zu unternehmen. Die durch einen Erdrutsch gebildeten Formationen regen die Fantasie an und die Begnung mit Elfen und Zwergen scheint hier nicht mehr ganz unwahrscheinlich zu sein. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit ist ein Muss!
















Nach etwa 3 Stunden und mit vielen neuen Eindrücken standen wir wieder an unserem Auto und fuhren die kurvige und steile Straße hinab nach Staffin.


Wir wollten die Gunst der Stunde nutzen und bei dem guten Wetter die kommende Nacht im Zelt verbingen. Staffin verfügt über einen kleinen Campingplatz (Homepage), der direkt von der A855 abzweigt.



Nachdem wir langsam Routine im Zelt Aufbau bekommen hatten, war dies schnell erledigt und zum Glück hatten wir noch einen kleinen Einweg-Grill im Auto, so dass auch das Abendessen gesichert war. Am Himmel kreisten die mittlerweile gewohnten Adler über uns. Leider vermiesten uns gegen 20 Uhr fiese Midges das gemütliche Sitzen am Lagerfeuer und so zogen wir uns relativ früh in unser Zelt zurück.